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Leseprobe

AEtherraumgarn

Hier finden sie Leseproben von meinen bisherigen Werken, veröffentlicht oder auch noch nicht.


Viel Spass!

Was halten Sie als Leser davon, sich in die Werke einzubringen? Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Geben Sie mir Anregungen. Schreiben Sie selbst zu einem meiner Romane ein Kapitel.


Setzen Sie sich mit mir in Verbindung.

   Und somit bestellte ich erst einmal Holger die Grüße von Monika, über die er sich sehr freute, trotz der momentanen Anspannung.

   Das Luftschiff der Entführer überflog gerade den Nordrand des Gebirges, das steil zum Gardasee abfiel und verlor sichtlich an Höhe. Sehr gut, sagte ich mir. Wir selbst waren noch ein paar Kilometer hinter ihnen, hatten aber auch einen erheblichen Fahrtüberschuss, der sich noch steigern würde, wenn wir jetzt auf die Entführer niedergingen. Holger drückte die Lady mit der Nase nach unten und nahm ein wenig Leistung weg. Schließlich wollten wir keinen Maschinendefekt riskieren. Mit sehr viel Gefühl pumpte er das Fluggas aus den Auftriebskörpern wieder zurück in die Druckbehälter und wir sanken schneller, immer schneller.

   »Es ist wohl unnötig, dir zu sagen, dass wir genau auf den Ballon landen wollen? Nein? Dachte ich mir. Ich werde jetzt mal zu den Jungs in den Frachtraum gehen und nachsehen, dass alles in Ordnung ist. Du kommst klar? Würfelchen, sind wir auch an der richtigen Adresse? Kannst du Jesper gut orten?«

   »Ja, genau richtig. Er befindet sich im hinteren Teil des Fahrzeugs. In einer Art Lagerraum, in einer kleinen hölzernen Kiste mit Luftlöchern«.

   Mit weiterhin konzentriertem Gesicht nach vorne blickend hob Holger den Daumen und wedelte mit der Hand nach hinten. Genug der Worte. Die Entführer sollten sich warm anziehen!

   Zu dritt standen wir im Frachtraum. Sebastian und Pascal hatten sich schwarze Fliegerkombis angezogen, mit Fliegerkappe und -brille. Ich erklärte ihnen, worauf es ankam, gab ihnen den wahrscheinlichen Standort von Jespers Holzkiste und drückte ihnen die Daumen.

   Wir merkten, wie das Geräusch der Motoren tiefer und leiser wurde, gleichzeitig wurden wir schwerer und gingen etwas in die Knie. Holger hatte also die Lady direkt über das andere Luftschiff gebracht.

   »Achtung, ihr dahinten«, kam seine Stimmer über die Bordsprechanlage, »ich werde sie jetzt nach unten drücken. Das wird etwas riskant, weil ich Fluggas ablassen muss und ich das Luftschiff gute hundert Meter nach unten drücken muss. Wenn es sehr gute Piloten sind, wird das ein riskantes Manöver, wenn sie nicht so gut sind, wird es ein Kinderspiel. Drückt mir also die Daumen. Los geht’s!«

   Und ich sagte zu den Jungs: »Ich öffne jetzt die Frachtluke. Ihr seilt euch dann an den Seilen ab und landet auf der Ballonhülle. Am Ballonnetz klettert ihr nach unten, durch die Dachluke hoffentlich unbemerkt ins Innere und geht nach hinten. Ach, was erzähle ich, das wisst ihr doch schon längst. Ich drücke euch auch die Daumen. Und Hals- und Beinbruch, äh, hoffentlich nicht. Los, ab jetzt«.

   Währenddessen hatte ich schon die Luke weit geöffnet und konnte die Ballonhülle knapp fünf Meter unter uns sehen. Und schon setzte die Lady sich mit einem heftigen Stoß darauf und drückte das Luftschiff nach unten. Die Jungs schwangen sich gleichzeitig nach draußen und seilten sich auf die Hülle ab. Kaum dass sie standen, liefen sie, einer links, der andere nach rechts, auf der Hülle längs und hangelten sich dann am Ballonnetz nach unten, wo sie dann auch aus meinem Sichtfeld verschwanden.

  Ich drehte mich zu den Ersatzteilschränken um, die an der Hinterwand des Frachtraums angebracht waren und öffnete eine Tür mit der Aufschrift »Nicht Öffnen. Gefährliche Gummitiere« und holte meine selbstgebaute Flinte heraus, die einen ungewöhnlich dicken Lauf hatte. Damit konnte ich Schrot mit einem Kaliber verschießen, das einzeln nicht einmal in einer einzelnen Waffe verschossen werden konnte. Das Spielzeug hatte allerdings auch einen ganz erheblichen Nachteil. Der Rückstoß!

   Immer weiter ging es mit der Lady und den Entführern nach unten und ein lautes »Platsch« und eine erhebliche Verzögerung zeigten mir an, dass Holger die Entführer auf das Wasser des Gardasees gedrückt hatte. Sehen konnte ich es von hier aus nicht, aber so war ja nun mal unser Plan.

   Die Motoren der Lady liefen jetzt praktisch nur im Standgas, auch das Luftschiff unter uns war mit einem Mal ganz ruhig. Da hörte ich einen Pistolenschuss! Herrschaftszeiten, was war da unten los! Diese Untätigkeit zehrte ganz schön an den Nerven. Mit einem Mal gaben die Entführer Vollgas. Aber das konnte ich auf keinen Fall zulassen, die Jungs waren noch dort. Jesper ebenfalls. Also hob ich die Kanone, zielte schräg links vorne auf den Ballon und drückte ab. Den Knall bekam ich noch mit, dann wurde es schwarz um mich.

Alle Bilder, außer meinen eigenen:


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